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Brokaro

Rechner

Margin-Rechner

Wie viel Kapital bindet eine gehebelte Position?

Margin ist keine Gebühr, sondern eine Sicherheitsleistung: der Teil Ihres Guthabens, den der Broker blockiert, solange die Position offen ist. Dieser Rechner zeigt, wie viel das bei welchem Hebel ist — und vor allem, wie weit sich der Kurs bewegen darf, bevor die Position zwangsweise geschlossen wird.

Eingaben

30:1

Der Hebel verändert nur die blockierte Margin — nicht Gewinn oder Verlust der Position.

Bei Forex sind 100 000 Einheiten ein Standardlot, 10 000 ein Mini-Lot.

Wird hier als Eigenkapital verwendet; offene Gewinne anderer Positionen sind nicht enthalten.

50 %

ESMA-Vorgabe: 50 %. Einzelne Broker schliessen früher.

Erforderliche Margin

360,00 €

Nominalwert der Position
10.800 €
Freie Margin
4.640,00 €
Margin-Level
1.389 %

Abstand zum Margin-Call

44,63 %

Kurspunkte
0,4820
Kurs beim Margin-Call
0,5980
Puffer bis zum Close-out
4.820 €

Was der Hebel mit dem Puffer macht

HebelErforderliche MarginFreie MarginBewegung bis Close-out
2:15.400 €-400 €21,30 %
5:12.160 €2.840 €36,30 %
10:11.080 €3.920 €41,30 %
20:1540 €4.460 €43,80 %
30:1360 €4.640 €44,63 %
50:1216 €4.784 €45,30 %
100:1108 €4.892 €45,80 %

ESMA-Obergrenzen für Privatkunden

InstrumentklasseMax. HebelMindestmargin
Forex-Majors30:13,3 %
Forex-Minors, Gold, Hauptindizes20:15,0 %
Rohstoffe (ausser Gold), Nebenindizes10:110,0 %
Einzelaktien & ETFs5:120,0 %
Krypto2:150,0 %

Annahmen dieser Rechnung

  • Unterstellt wird eine Long-Position und ein einziger offener Trade. Bei mehreren Positionen ist die freie Margin die Summe über alle Positionen — der Puffer ist dann kleiner als hier angezeigt.
  • Als Eigenkapital gilt das Guthaben; laufende Gewinne oder Verluste anderer Positionen sind nicht berücksichtigt.
  • Der Close-out-Punkt folgt der ESMA-Regel von 50 % der Einschussmarge; einzelne Broker liegen darüber. Der eigene Wert steht in den Handelsbedingungen.
  • Nicht enthalten: Spread, Kommission, Umrechnungsaufschläge und Finanzierungskosten. Alle vier verringern das Eigenkapital und damit den Puffer täglich weiter.
  • Kurslücken über Nacht oder am Wochenende können den Close-out überspringen. Negativsaldoschutz begrenzt den Verlust für Privatkunden in EU/UK auf das Kontoguthaben — bei professionellem Status entfällt er.

Hinweis: Diese Rechner dienen der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Die Inhalte auf Brokaro dienen ausschliesslich Informationszwecken und stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar.

So wird gerechnet

Margin, freie Margin, Margin-Level

Die Einschussmarge ist der blockierte Betrag beim Öffnen der Position: Nominalwert geteilt durch den Hebel. Was danach vom Guthaben übrig bleibt, ist die freie Margin — der Puffer für Kursverluste und für weitere Positionen. Das Margin-Level setzt das Eigenkapital ins Verhältnis zur Einschussmarge; fällt es unter die Close-out-Schwelle des Brokers, wird geschlossen, ohne Rückfrage und ohne Rücksicht auf die Handelsidee.

Der Hebel bestimmt den Puffer, nicht den Gewinn

Ein höherer Hebel vergrössert nicht den Gewinn einer bestimmten Position — der hängt nur an Positionsgrösse und Kursbewegung. Er verkleinert die blockierte Margin und verführt damit dazu, die Position grösser zu wählen. Genau das verkürzt den Abstand zum Zwangs-Close-out. Die Tabelle im Rechner zeigt diesen Zusammenhang direkt: gleiche Position, unterschiedlicher Hebel, drastisch unterschiedlicher Spielraum.

Die ESMA-Obergrenzen und was dahinter steckt

Seit 2018 gelten in der EU verbindliche Hebelgrenzen für Privatkunden: 30:1 für Forex-Majors, 20:1 für Minors, Gold und Hauptindizes, 10:1 für andere Rohstoffe und Nebenindizes, 5:1 für Einzelaktien, 2:1 für Krypto. Dazu kommen der Margin-Close-out bei 50 Prozent der Einschussmarge, Negativsaldoschutz und ein Verbot von Bonusanreizen. Die FCA hat für das Vereinigte Königreich praktisch deckungsgleiche Regeln erlassen, die Schweiz kennt keine vergleichbare Obergrenze.

Wenn ein Anbieter mehr Hebel verspricht

Höhere Hebel für europäische Privatkunden gibt es nur auf zwei Wegen. Entweder stufen Sie sich als professioneller Kunde ein — dafür sind zwei von drei Kriterien nachzuweisen (Handelsvolumen, Portfoliogrösse über 500 000 Euro, einschlägige Berufserfahrung), und mit dem Status entfallen Negativsaldoschutz, Anlegerentschädigung und der Zugang zur Ombudsstelle ganz oder teilweise. Oder das Konto läuft über eine Einheit ausserhalb der EU, für die europäische Aufsicht und Einlagensicherung schlicht nicht zuständig sind. Prüfen Sie deshalb immer, welche Rechtseinheit im Kontovertrag steht.

Häufige Fragen